Sunomono

Suno-… was? Sumo?? Sumomo??? Was soll das denn sein?! Nun, im Prinzip ist Su-no-Mono so eine Art Mischung aus japanischem Salat und sauer eingelegtem Gemüse. Das Gericht ist eine prima Beilage zu allen japanischen Menüs und schmeckt schön sauer und erfrischend. Es handelt sich konkret um in Reisessig eingelegte Gurke und Algen (wobei man aber auch andere Zutaten verwenden kann, z.B. Garnelen, klein geschnittene Fischstückchen oder verschiedene Gemüsearten – mit Gurke und Algen ist’s aber am “normalsten und typischsten”).

Mir persönlich schmeckt das immer sehr gut, und gesund isses auch: Gurke und Algen ja sowieso, der Reisessig ist auch sehr bekömmlich und geröstete Sesamsamen im Sunomono (versucht mal “Sesamsamen im Sunomono” 10 Mal ganz schnell hintereinander zu sagen ;-) ) ist, glaube ich, auch gut für Körper und Geist. Naja egal – probiert’s auf jeden Fall mal aus, wenn Ihr Japanisch kocht. Es geht nämlich fix, ist relativ günstig und passt gut zu den meisten japanischen Hauptgerichten. Und außerdem ist es eines der wenigen japanischen Gerichte, die man auch Vegetariern vorsetzen kann. Hier das Rezept:

Geräte:

  • einen Gemüsehobel

Zutaten (für 2 bis 3 Personen als eine Art Beilage):

  • 8 EL japanischer Reisessig (aber Vorsicht: kein Sushi-Essig!)
  • 1-2 TL japanische Sojasoße (mit chinesischer klappt das nicht, die schmeckt zu intensiv…)
  • 2 TL Zucker
  • etwas Sesam
  • 1/2 Salatgurke (man braucht ca. 20 cm davon)
  • 2 TL getrocknete Wakame-Algen (wenn man keine hat, kann man die auch weglassen)

Zubereitung:

  1. Vorbereiten: Die Gurke waschen, in feine Scheiben hobeln und in einen Sieb geben. Dann mit 2, 3 Prisen Salz bestreuen und gut vermischen (dadurch wird den Gurken Wasser entzogen und sie werden später knackiger). Die Algen 5 Minuten in warmes Wasser geben. Man wird sehen, dass dadurch aus 2 TL Algenflocken recht viel Algenblätter werden… Nach den 5 Minuten dann das Wasser abgießen. Währenddessen den Reisessig, die Sojasoße und den Zucker verrühren. Daneben noch die Sesamsamen ohne Öl in eine kleine Pfanne geben und ein paar Minuten anrösten (man kann auch im Asialaden bereits geröstete Sesamsamen kaufen, die sind allerdings unverschämt teuer!). Nach ca. 10 Minuten die Gurkenscheiben unter kaltem Wasser vom Salz befreien und direkt mit Küchenpapier trockentupfen.
  2. Fertigstellen: Nachdem die Gurkenscheiben trocken, die Sesamsamen geröstet und die Wakame-Algen fertig gewässert sind, alles außer dem Sesam in einer Schüssel vermischen.
  3. Anrichten: In kleine Schüsselchen ein wenig von den Gurken und Algen geben und noch ein, zwei EL des “Essig-Dressings” darüber gießen. Dann mit ein wenig Sesam bestreuen. FERTIG
So – das war alles. Eine schnelle Sache, das Sunomono. Da gibt’s keine Ausreden à la “das ist mir zu aufwendig” oder so… also versucht’s mal! Übrigens – “Sunomono” bedeutet wörtlich einfach nur “Essig-Ding”. Drollig, gell!? Mal wieder so ein typisch japanischer, unspektakulär-pragmatischer Name. Wie Kimono. Oder Karate. Oder Karaoke. Da sieht man wieder einmal: Japan ist das Land der schlichten Ästhetik…

Ach so, falls Ihr keine Wakame-Algen bekommt, könnt Ihr die natürlich auch weglassen – wie man auf meinen Fotos sieht. Das passt scho’. Wer das aber “richtig” Japanisch zubereiten möchte, der sollte mal im Asialaden in der japanischen Abteilung nach einem Päckchen “Fueru-Wakame” gucken (oder den Ladenbesitzer danach fragen), so heisst das nämlich auf Japanisch. “Fueru” bedeutet “aufgehen” oder “vergrößern” und genau das ist es denn auch, was diese Algenflocken tun, wenn man sie ein paar Minuten im Wasser einlegt…

Also dann – viel Spaß beim Zubereiten!

Euer Nobu

Quelle: Das habe ich so bei cookpad.com gefunden. Meiner Meinung nach ein Rezept, bei dem man nix ändern braucht – schmeckt genau so, wie es soll…

Nobu - ...freut sich über Euren Besuch!

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